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Mindestbetrag aus Starter:innen-Sicht

Was der Mindestbetrag (Alles-oder-nichts-Prinzip) für Starter:innen bedeutet: wann er sinnvoll ist, wie du ihn berechnest, einstellst und änderst – und was bei Erfolg oder Nichterreichen passiert.

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3. Juli 2026

Der Mindestbetrag ist eine besondere Art von Finanzierungsziel für eine Crowdfunding-Kampagne. Legst du einen Mindestbetrag fest, läuft deine Kampagne nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip (AON): Alle Unterstützungen stehen damit unter dem Vorbehalt des Finanzierungserfolgs.

Das bedeutet: Nur wenn du den Mindestbetrag bis zum Ende der Laufzeit erreichst, gilt deine Kampagne als erfolgreich – erst dann wird das Geld eingezogen und ausgezahlt.

Nicht jedes Projekt hat einen Mindestbetrag. Er ist eine bewusste Entscheidung für die Alles-oder-nichts-Logik – alternativ kannst du dein Projekt flexibel finanzieren (ab dem Pro-Plan möglich).

Wann sollte ich einen Mindestbetrag nutzen – und wann nicht?

Ein Mindestbetrag und die Alles-oder-nichts-Logik sind sinnvoll, wenn du eine bestimmte Summe brauchst, um dein Projekt überhaupt umsetzen zu können oder um dich und deine Crowd besser zu motivieren. Das hat folgende Vorteile:

  • Verbindlichkeit macht erfolgreich: Ein klares Ziel motiviert dich, kontinuierlich mit deiner Community zu kommunizieren. Projekte mit Mindestbetrag sind erfahrungsgemäß deutlich erfolgreicher.
  • Schutz vor Unterfinanzierung: Du startest die Umsetzung nur, wenn genug Geld zusammenkommt – zum Beispiel bei einer Produktauflage, die sich erst ab einer Mindestmenge lohnt.
  • Weniger Risiko für dich: Du gehst keine Verpflichtungen ein, die du ohne die nötige Summe nicht erfüllen könntest.
  • Realistische Planung: Ein festes Ziel zwingt dich, deine Kosten sauber zu kalkulieren und dein Vorhaben durchzurechnen.
  • Sicherheit für deine Crowd: Das Geld deiner Unterstützer:innen wird nur eingezogen, wenn das Ziel erreicht ist und dein Projekt wirklich umgesetzt werden kann.

Typische Beispiele: eine Buchveröffentlichung ab einer Mindestauflage, ein Konzert, das erst ab einer bestimmten Summe stattfinden kann, oder die Erstproduktion eines Produkts.

Für eine flexible Finanzierung solltest du dich dagegen bewusst entscheiden – sie ist ab dem Pro-Plan möglich. Sie passt, wenn es in deiner Kampagne nicht um ein konkretes Produkt geht, sondern um kontinuierliche Unterstützung. Hier fließt jeder Euro, und es wird kein Versprechen gebrochen, wenn weniger zusammenkommt als erhofft. Sie eignet sich zum Beispiel für:

  • Kampagnen mit freien Spenden, bei denen jeder Betrag direkt Nutzen stiftet.
  • Vorhaben, die von laufender Unterstützung leben und kein festes Mindestziel brauchen.
  • Projekte, die sich Schritt für Schritt umsetzen lassen und kein Alles-oder-nichts erfordern.

Was ist der Unterschied zwischen Mindestbetrag, Finanzierungsziel und Etappenzielen?

Auf Startnext ist jede Zielsumme ein Finanzierungsziel. Jedes Projekt hat mindestens ein erstes Finanzierungsziel.

  • Erstes Finanzierungsziel: Es kann ein Mindestbetrag sein – die Sonderform, die den Vorbehalt des Finanzierungserfolgs ausdrückt (Alles-oder-nichts). Ohne Mindestbetrag läuft dein Projekt flexibel.
  • Etappenziele: Alle weiteren Finanzierungsziele nach dem ersten. Sie liegen über dem ersten Ziel und haben jeweils einen eigenen Titel, Betrag und eine Begründung.

Mehr dazu in den Artikeln „Finanzierungsziele" und „Kann ich mehrere Finanzierungsziele einstellen?".

Wie berechne ich meinen Mindestbetrag?

Unterscheide zwischen deinem Finanzierungsbedarf – also dem, was dein Projekt tatsächlich kostet – und der benötigten Finanzierungssumme, die du über Startnext einsammeln musst, damit nach allen Abzügen genug übrig bleibt.

So gehst du vor:

  • Finanzierungsbedarf ermitteln: Rechne alle Kosten ein, die durch die Crowd getragen werden sollen – vor allem Produktions-, Produkt- und Personalkosten sowie einen Puffer für Unvorhergesehenes.
  • Marketingbudget einplanen: Wir empfehlen, rund 10 % für Marketing einzukalkulieren und ebenfalls in den Mindestbetrag einzurechnen.
  • Auf die Finanzierungssumme kommen: Schlage die Startnext-Provision (inklusive möglicher Rabatte), die Transaktionsgebühren und die Mehrwertsteuer obendrauf.

Der Zielsummenrechner ist im Onboarding Pflicht und gibt dir direkt beim Anlegen eine Orientierung. Er berücksichtigt die Startnext-Provision und mögliche Rabatte, die Transaktionsgebühren und die Mehrwertsteuer automatisch – so kommst du von deinem Finanzierungsbedarf zuverlässig auf die benötigte Finanzierungssumme.

Wie stelle ich den Mindestbetrag ein?

Du legst den Mindestbetrag in deinem Projektinterface als erstes Finanzierungsziel fest.

So gehst du vor:

  1. 1Öffne dein Projektinterface unter Crowd & Funding > Finanzierungsziele.
  2. 2Lege dein erstes Ziel an (Titel, Betrag, Begründung).
  3. 3Aktiviere das Alles-oder-nichts-Prinzip (AON), damit dieser Betrag dein Mindestbetrag ist.

Kann ich den Mindestbetrag nachträglich ändern?

Ja – solange du den Mindestbetrag noch nicht erreicht hast, kannst du ihn jederzeit anpassen.

Du änderst ihn unter Crowd & Funding > Finanzierungsziele. Die neue Summe muss höher sein als die bereits eingesammelte Fundingsumme. Deine Unterstützer:innen werden über die Änderung per E-Mail informiert.

Mehr dazu im Artikel „Anpassungen während der Finanzierungsphase".

Was passiert, wenn ich den Mindestbetrag nicht erreiche?

Erreichst du den Mindestbetrag bis zum Ende der Laufzeit nicht, gilt dein Projekt als nicht erfolgreich:

  • Es werden keine Beträge eingezogen, alle Unterstützungen werden storniert.
  • Für dich entstehen keine finanziellen Verpflichtungen.
  • Deine Unterstützer:innen werden per E-Mail über das Projektende informiert.

Was sind meine Pflichten bei einem erfolgreichen Projekt?

Hast du den Mindestbetrag erreicht und das Projekt ist beendet, gilt es als erfolgreich beendet. Dann setzt du dein Vorhaben wie versprochen um und lieferst deine Dankeschöns an die Crowd.

  • Setze dein Projekt so um, wie du es angekündigt hast.
  • Verschicke die zugesagten Dankeschöns an deine Unterstützer:innen.
  • Kläre steuerliche und rechtliche Fragen eigenverantwortlich: Startnext ist die Plattform, die Umsetzung liegt bei dir.
Wichtig: Startnext gibt keine Rechts- oder Steuerberatung. Wende dich bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen an eine fachkundige Beratung.

Was passiert, wenn ich mehr als meinen Mindestbetrag bekomme?

Glückwunsch – dein Projekt ist bereits erfolgreich, und jeder weitere Euro kommt jetzt on top!

Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um den Schwung mitzunehmen:

  • Veröffentliche einen Blogpost, der den Erfolg feiert und deine Crowd auf dem Laufenden hält.
  • Lege neue Dankeschöns an, um weitere Unterstützung attraktiv zu machen.
  • Setze weitere Etappenziele, damit deine Community sieht, was mit mehr Geld möglich wird.

Nach oben gibt es kein Limit: Sobald ein Ziel erreicht ist, schaltet automatisch das nächste frei. Motiviere deine Crowd, gemeinsam so weit zu kommen, wie ihr wollt – bis die Finanzierungsphase endet.

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