Kurzfassung: Stripe verlangt seit Frühjahr 2026 mehr Daten, weil sich das Geldwäscherecht in Deutschland und der EU verschärft hat. Bevor du Dokumente raussuchst: Prüfe erst in deinem Startnext-Projekt unter Vertrag > Legitimation, ob dort eine rote Hinweismeldung erscheint. Nur dann musst du wirklich aktiv werden.
Was gerade passiert
Viele Starter:innen bekommen aktuell Mails bzgl. der Legitimation bei Startnext und dass Stripe weitere Daten zur Verifizierung benötigt. Das verunsichert – verständlich.
Die kurze Antwort: In vielen Fällen musst du nichts tun. Stripe hat die neuen Anforderungen in einigen Accounts aktiviert, bevor die zugehörigen Felder im Verifizierungs-Dialog überhaupt befüllt werden können. Wenn du im Verifizierungs-Workflow bei Stripe keine Möglichkeit findest, die geforderten Daten einzutragen: Kein Fehler bei dir. Kein aktueller Handlungsbedarf.
Erst prüfen, dann handeln
Bevor du irgendetwas an Stripe schickst, schau in deinem Startnext-Projekt nach:
- 1Öffne dein Projekt-Interface über das grüne Zahnrad.
- 2Gehe zu Vertrag > Legitimation.
- 3Achte auf eine rote Hinweismeldung.
Rote Meldung sichtbar? Dann fehlen wirklich Daten. Folge den Anweisungen im Dialog. Keine rote Meldung? Aktuell musst du nichts tun.
Tipp: Wenn du eine blaue Hinweismeldung siehst, dann werden Daten von dir in Zukunft benötigt. Schau im dort verlinkten Stripe-Dialog, ob du bereits offene Nachfragen siehst, die du beantworten kannst. Wenn dein Projekt bis 30. Juni 2026 endet, kannst du in der Regel den blauen Hinweis missachten, weil Stripe die Daten erst ab Juli 2026 verpflichtend benötigt.
Warum Stripe jetzt mehr abfragt
Kurz: weil sich das Gesetz geändert hat. Stripe ist als Zahlungsdienstleister verpflichtet, das umzusetzen – und gibt diese Anforderungen an die mit Stripe verbundenen Konten weiter, also auch an dich, da wir bei Startnext die Unterstützungen über Stripe abwickeln.
Zum Frühjahr 2026 sind in Deutschland und der EU deutliche Verschärfungen im Geldwäschegesetz (GwG) in Kraft getreten. Dazu zählt u.a. die neue GwG-Meldeverordnung (GwGMeldV), die seit dem 1. März 2026 gilt.
Was das konkret für dich bedeutet
Wenn du dich mit einer Organisation verifizierst (Verein, GmbH, gUG, Genossenschaft etc.), fragt Stripe genauer als bisher ab:
- die Beteiligungsverhältnisse im Unternehmen,
- die Beziehungen der Privatpersonen zur Organisation (Geschäftsführung, wirtschaftlich Berechtigte / UBO),
- und gleicht die Angaben stärker mit öffentlichen Registern ab (Handelsregister, Vereinsregister, Transparenzregister).
Was du tun musst – und was nicht
Was du jetzt konkret tun musst, hängt davon ab, was du in deinem Projekt unter Vertrag > Legitimation siehst.
- Hast du eine Mail von Startnext zu zusätzlichen Stripe-Daten bekommen, aber dort wird keine rote Meldung angezeigt, musst du nichts tun – die Mail kannst du einfach ablegen und weiterarbeiten.
- Siehst du einen blauen Hinweis, werden deine Daten erst in Zukunft benötigt. Öffne in diesem Fall den dort verlinkten Stripe-Dialog und beantworte alle bereits sichtbaren Nachfragen. Endet dein Projekt bis zum 30. Juni 2026, kannst du den blauen Hinweis in der Regel ignorieren.
- Erscheint dagegen eine rote Hinweismeldung, ergänze die geforderten Daten direkt im verlinkten Stripe-Dialog.
Reiche die Daten ausschließlich im Stripe-Dialog ein, der aus deinem Startnext-Projekt-Interface verlinkt ist. Andere Wege – E-Mail-Anhang, Upload bei Startnext, Drittseiten – funktionieren nicht und verzögern den Prozess.